Fehlstellenergänzung im 3D-Druckverfahren

Fehlstellenergänzung im 3D-Druckverfahren an einem Stuhl in Bambusimitation 

Konzepterstellung und Restaurierung
von Magdalena Maier | München, den 16.3.2020

Ist der 3D-Druck in der Restaurierung möglich oder doch noch eine theoretische Idee?

Im Rahmen der Facharbeit wurden zwei Verfahren der additiven Fertigung auf die Reversibilität, die Verleimung und Klebefestigkeit, sowie die Verarbeitung und die Retusche getestet.

Die zu ergänzende Stelle befindet sich an einem Stuhl in Bambusimitation „chaise en imitation bambou“ der dem sog. Zweiten Empire (1852 – 1870) zuzuordnen ist.

Für die geplante Restaurierung des Stuhles wurde ein Konzept ausgearbeitet.

Um die Fehlstellenergänzung mittels eines 3D-Druck-Verfahrens herstellen zu können, mussten zuerst aufwendige 3D-Scans der vorliegenden Substanz gemacht werden.

Die Aufbereitung der Datensätze und die Konstruktion der Fehlstelle stellte sich als besonders schwierig dar. Jedoch gelangen die jeweiligen Ergänzungen sehr gut und sie hätten beide eingeleimt werden können.

Zur Voruntersuchung wurden einige Tests gemacht. Diese Versuche zeigten, dass es möglich ist die Kunststoffergänzung mit Mitteln restauratorischer Grundlagen zu verarbeiten, zu verleimen und zu retuschieren. Um zu überprüfen, ob die Verbindung zwischen dem Kunststoff und dem Holz auch in der praktischen Anwendung besteht, wurde die Sitzfläche rekonstruiert. Nachdem die Sitzfläche eingeflochten wurde, kann man den Stuhl ohne Bedenken nutzen. Die Verbindung zwischen dem Holz und dem Kunststoff ist sehr stabil.

Es ist möglich eine Fehlstellenergänzung mittels 3D-Druck-Verfahren zu erstellen, jedoch muss bewusst sein, dass dies noch sehr kostspielig ist.

Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3 Abbildung 4
Zuletzt angesehen